Waiblingen, 20.03.2025
Kräuterspirale aus Rundhölzern selber bauen
Frisches aus eigenem Anbau ernten – mit einer Kräuterspirale kein Problem, denn sie bietet auf engstem Raum viel Platz für Küchenkräuter mit ganz unterschiedlichen Standortansprüchen. Diese Anleitung hilft Ihnen beim Bau einer Kräuterspirale aus Holz. Außerdem erfahren Sie, worauf beim Bepflanzen geachtet werden sollte.
Eine Kräuterspirale funktioniert nach dem Hochhausprinzip – wenig Grundfläche, reichlich Platz. Im Vergleich zu Beeten mit der gleichen Grundfläche können nicht nur mehr Pflanzen untergebracht werden, sondern auch Küchen- und Heilkräuter mit ganz unterschiedlichen Standortansprüchen gepflanzt werden. Denn die gewundene Form sieht nicht nur gut aus, sondern durch die Windungen entstehen Zonen, die mit unterschiedlicher Erde und Substrat befüllt werden können. Auf diese Weise lassen sich Zonen mit unterschiedlicher Bodenfeuchtigkeit anlegen: Weil das Wasser von oben nach unten sickert, ist die Erde in der oberen Ebene eher trockener. Verstärken lässt sich der Effekt durch einen Sandanteil in der oberen Zone, der den Boden besonders durchlässig macht – ideal für mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Salbei oder Thymian. In der mittleren Zone entspricht die Erde mäßig feuchter, aber humusreicher Gartenerde. Dort fühlen sich Basilikum, Zitronenmelisse oder Petersilie wohl. Ganz unten ist der Boden für beispielsweise Minze, Liebstöckel oder Schnittlauch bestens geeignet.