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In drei Schritten zur Klimaneutralität

Die STIHL Klimastrategie legt die Leitplanken für das kurz-, mittel- und langfristige Handeln in Sachen Klimaschutz fest. Denn nur mit einem durchdachten Plan wird es uns gelingen, unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen: als STIHL Gruppe weltweit keinen CO₂-Fußabdruck mehr zu hinterlassen.

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STIHL Klimaziele – Scope 1 und 2

Bei unserem Klimaziel fokussieren wir uns zunächst auf die Energieverbräuche innerhalb unserer Wertschöpfungskette, die wir unmittelbar beeinflussen können. Dies umfasst die sogenannten direkten Emissionen (Scope 1 gemäß „Greenhouse Gas Protocol“ GHG), welche bei der Verbrennung von Erdgas und Heizöl für Gebäudebeheizung und in den Fertigungsprozessen, der Montage und Entwicklung entstehen, durch Kraftstoffe für den Fuhrpark sowie durch Kühlmittelleckagen. Darüber hinaus beziehen wir die indirekten Emissionen (Scope 2, Strom und Fernwärme) mit ein. 2019 lagen die Scope-1- und Scope-2- Emissionen der STIHL Produktionsgesellschaften sowie der Vertriebszentrale Dieburg (Deutschland) bei rund 90.000 Tonnen.

In Deutschland sind unsere Standorte seit Januar 2021 hinsichtlich der Scope-1 - und -2-Emissionen rechnerisch klimaneutral . 2022 folgen die internationalen Produktionsgesellschaften. Ab 2023 werden die internationalen Vertriebsgesellschaften ebenfalls durch Kompensation klimaneutral gestellt (Scope 1 und 2).

Langfristige STIHL Klimaziele – Scope 3

Emissionen, die bei vor- und nachgelagerten Aktivitäten in der Wertschöpfungskette entstehen (Scope 3), wie z. B. bei der Gewinnung und Herstellung von Rohstoffen oder Produktnutzung und -entsorgung, können wir nicht allein beeinflussen. Jedoch übernimmt STIHL mit klar definierten zukünftigen Handlungsfeldern Verantwortung in der Lieferkette sowie für die Produktnutzung und -verwertung (End of life). STIHL evaluiert derzeit die Reduktionspotenziale mit dem ehrgeizigen Anspruch, auch hier möglichst CO₂-neutral zu werden.

Wie wir unsere Ziele konkret erreichen

Um unsere Klimaziele zu erreichen, konzentrieren wir uns auf die Themen Energieversorgung mit „grünem Strom“, Energieeffizienz, Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, Mobilität und, wo nicht anders möglich, auf Kompensation.

Energieversorgung mit grünem Strom

Energieversorgung mit „grünem Strom“

Seit Januar 2021 beziehen die deutschen STIHL Standorte ausschließlich „grünen Strom“, das bedeutet Strom aus regenerativer Erzeugung. Unser Grünstrom erfüllt die strengen Kriterien des „ok-power“- Ökostrom-Siegels und stammt zu 100 Prozent aus neuen Wasserkraftanlagen in Europa. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Strombezug in Deutschland von rund 69.000 MWh können wir mit dem Bezug von Grünstrom unsere energiebedingten CO₂-Emissionen in Deutschland direkt um rund 50 Prozent reduzieren.

Energieeffizienz

Energieeffizienz hoch – Emissionen runter

Wir streben an, bis 2030 an unseren weltweiten Standorten mindestens 40 Prozent der Energie im Vergleich zu 2019 einzusparen. Schon seit Langem verfolgen wir in unserer Produktion einen möglichst ressourcenschonenden Ansatz. Effizienter Materialeinsatz, die sparsame Nutzung von Wasser, Strom und Wärme sowie eine zukunftsweisende Gebäude- und Flächenplanung gehören zu den Grundpfeilern. Unsere deutschen Werke sind nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 sowie dem Energiemanagementsystem ISO 50001 zertifiziert.

Kontinuierliche Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz

Mit unseren kontinuierlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz konnten wir schon in der Vergangenheit Energie einsparen – trotz höherer Produktionsmengen. Diese Maßnahmen werden wir nun intensivieren. Im Fokus steht dabei die Umsetzung neuer Technologien, wie z. B. optimierte Prozesswärmenutzung und -verteilung, Energiespeicher, Erneuerung und Optimierung unserer Verteilnetze für Energie, energieeffiziente Antriebe von Produktionsanlagen, regenerative Energiegewinnung bis hin zu einer verbrauchsarmen Beleuchtung.

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Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien

STIHL wird die Eigenerzeugung von grüner Energie an unseren Standorten weiter ausbauen. Schon heute sind an unseren internationalen Standorten beispielsweise Blockheizkraftwerke, Solaranlagen oder Windturbinen im Einsatz. Wir forcieren den weiteren Ausbau unserer eigenen Anlagen. Zudem planen wir Beteiligungen an Energieparks.

Mobilitätskonzept

Mobilitätskonzept bei STIHL

Wir erarbeiten ein Mobilitätskonzept mit dem Fokus auf alternativen Antrieben, um emissionsarme Mobilitätsangebote zum Pendeln zwischen unseren Werken verfügbar zu machen und innerbetrieblichen Verkehr – wo möglich – auf Elektromobilität umzustellen. Übrigens: Schon heute unterstützen wir die umweltverträgliche Mobilität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Angeboten, wie z. B. Zuschüssen zu ÖPNV-Tickets und eBike-Leasing, und leisten damit einen kleinen Beitrag zur Reduzierung unserer Scope-3-Emissionen. Derzeit wird die Einrichtung von zentralen Mobilitätsstationen geprüft, verbunden mit digitalen Lösungen wie Buchungs-Apps.

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Kompensation

Generell folgen wir dem Grundsatz: Emissionen reduzieren geht vor kompensieren. Nicht vermeidbare Emissionen jedoch – zum Beispiel aus Verbrennungsprozessen oder Strom in Ländern, in denen Grünstrom nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht – werden über sogenannte Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen. Dabei nutzen wir ausschließlich international anerkannte und unabhängige Zertifizierungen, wie z. B. den Gold Standard. Unsere ausgewählten Projekte unterstützen neben den ökologischen auch die sozialen Aspekte.

Kompensationszertifikate für den Klimaschutz in Ruanda

STIHL geht davon aus, in den Jahren 2021 bis 2023 insgesamt etwa 60.000 Tonnen CO₂ ausgleichen zu müssen. Mit dem Kauf entsprechender Kompensationszertifikate unterstützen wir ein Klimaschutzprojekt im afrikanischen Gatsibo, Ruanda. In dem Projekt geht es darum, neue Trinkwasserbrunnen zu erschließen und bestehende zu sanieren. Ein weiterer Aspekt sind effiziente Kochherde. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, zur Verbesserung der Gesundheit der lokalen Bevölkerung und zur Biodiversität.

Das Projekt „Gatsibo“

Der Projektbezirk Gatsibo ist ein überwiegend ländlicher Teil von Ruanda. Die lokale Bevölkerung verwendet das traditionelle, aber ineffiziente 3-Steine-Feuer für das Abkochen von Trink- und Brauchwasser. Durch das Verbrennen von Holz, das zu diesem Zweck gefällt werden muss, werden Treibhausgase freigesetzt. Sauberes Trinkwasser aus dem Brunnen verringert den Brennholzbedarf im Vergleich zum traditionellen und weit verbreiteten 3-Steine-Feuer um 70 Prozent.

Positive Auswirkungen für die Gesundheit und die Umwelt

Dadurch werden weniger Wälder abgeholzt und die Tierwelt bleibt erhalten. Darüber hinaus bedeutet es für die Menschen vor allem eine sichere Versorgung und Schutz vor Krankheiten. Das Projekt leistet somit nicht nur einen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen, sondern auch zum Erhalt der Biodiversität und der Gesundheit der Menschen in diesem Gebiet. Damit verbunden ist ebenfalls eine Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen, welche vielfach ihre Zeit mit dem Sammeln und Transport von Feuerholz verbrachten. Nun bleibt mehr Zeit für Schule, Ausbildung und bezahlte Arbeit.

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