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Genau das will ich studieren.
Sophie Berendt, Duale Studentin – Elektrotechnik

Sophie Berendt macht Yoga und kocht gerne. Aber noch viel lieber beschäftigt sie sich mit Mikrocontrollern, Sensoren und Messschaltungen.

In ihrer Familie ist Sophie Berendt eine Exotin. Das wird ihr besonders an Weihnachten bewusst. Wenn sie von ihrem Studienfach erzählt, schaut sie in große Gesichter. Von Mikrocontrollern, DC-Motoren und AS-Systemen haben ihre Omas, Opas und Tanten noch nie etwas gehört. Auch ihre Eltern, beide Sozialpädagogen, sind fachfremd. Und nicht mal am Weihnachtsbaum blinkt etwas Elektrisches.

Sophie Berendt studiert im 5. Semester Elektrotechnik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Die Fachrichtung faszinierte sie schon am technischen Gymnasium: „Genau das will ich studieren“, dachte sie damals. Die Kombination aus Theorie und Praxis erschien ihr perfekt. Wenn Sophie Berendt eines möchte, dann Schaltpläne zeichnen, an Codes basteln und montieren.

Sophie Berendt

Dazu hat sie in ihrem Ausbildungsbetrieb STIHL immer wieder die Gelegenheit. „In der letzten Praxisphase war ich in der Elektronikentwicklung. Das hat mir richtig Spaß gemacht“, erzählt die 21-Jährige begeistert. Ihre Aufgabe: Eine Drehzahlregelung für einen kleinen Gehölzschneider zu entwickeln. Genauer gesagt, eine bestimmte Methode zu testen. „Man bekommt nicht irgendeine Behelfsarbeit zugeteilt, sondern unterstützt das Team bei konkreten Aufgaben.“

Dass Sophie Berendt letztlich zu STIHL kam, ist eher dem Zufall geschuldet. „Ich hatte vorher nie etwas mit STIHL Geräten am Hut“, gibt sie lachend zu. „Ich habe einfach extrem viele Unternehmen angeschrieben, weil ich unbedingt etwas mit Elektrotechnik machen wollte.“ Aber schon beim Bewerbungsgespräch habe sie sich total wohlgefühlt. „Hier stimmt die Kommunikation“, so ihr erster Eindruck. Und der hat sich bewahrheitet. Negative Spannungen und Widerstände, die ansonsten zum Tagesgeschäft gehören, sind Sophie im Umgang mit den Kollegen und Vorgesetzen fremd.

Sophie Berendt

Sozial in jeder Hinsicht, nicht nur im Miteinander, auch das gefällt der jungen Studentin: 35-Stunden-Woche, gute Bezahlung, leckeres Kantinenessen, zahlreiche Sportangebote und Events. An eine Veranstaltung erinnert sie sich besonders gerne: den iMow-Slalom. In Teams musste die Studierenden gegeneinander antreten. Dazu wurden die Mähroboter zerlegt, mit Ultraschallsensoren bestückt und auf einen Hindernis-Parcours gesetzt. Das Team mit dem wendigsten iMow gewann. Sophie und ihre 3er-Mädelsgruppe wurden Zweite. Der Rest: alles Jungs!

Sophie Berendt

„Wir sind leider oft noch in der Minderheit“, bedauert Sophie Berendt die ungleiche Verteilung in ihrem Fachgebiet. Dabei kenne sie einige gleichaltrige Frauen, die gerne einen technischen Beruf ergreifen würden, sich aber ein entsprechendes Studium nicht zutrauen. „Es liegt nicht so sehr an mangelndem Interesse, eher an den fehlenden Vorbildern“, so ihre persönliche Einschätzung. Ob sie in der Freizeit auch eher technisch unterwegs sei? „Nein“, lacht die junge Frau. „Eher kulinarisch. Ich koche total gerne, zusammen mit meinen beiden Mitbewohnerinnen. Und mache ein bisschen Yoga. „Nur wenn die Sicherung bei uns in der Wohnung rausspringt, dann bin ich zuständig.“