Waiblingen, 22.09.2026 | Press Release

Zwischen Akku, Verbrenner und E-Fuels: STIHL zeigt technologieoffene Innovationen

EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna zu Besuch bei STIHL

Welche Rahmenbedingungen braucht industrielle Transformation in Europa? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs von Kerstin Jorna, Generaldirektorin der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (DG GROW) der Europäischen Kommission, bei STIHL in Waiblingen. Das schwäbische Familienunternehmen zeigte am 21. September 2026, wie die Transformation gelingen kann – von leistungsfähigen Akku-Produkten über moderne Motorentechnologien bis hin zu alternativen Kraftstoffen wie Bio- und E-Fuels findet sich alles im STIHL Produktportfolio. Im Austausch ging es um verlässliche Innovationsbedingungen, Technologieoffenheit, faire Wettbewerbsbedingungen und wirksame Marktüberwachung als Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit Europas.

Politischer Austausch zu Transformation und Wettbewerbsfähigkeit

Selina Stihl, stellvertretende Vorsitzende des STIHL Beirats, nahm die Generaldirektorin in Empfang und betonte die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Politik und Unternehmen: „Die großen Herausforderungen unserer Zeit, von der Dekarbonisierung bis zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Europas, können wir nur gemeinsam bewältigen. STIHL hat früh begonnen, die Akku-Technologie systematisch aufzubauen – lange bevor sie im Markt die heutige Bedeutung hatte. Industrielle Transformation braucht deshalb einen langen Atem, erhebliche Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen. Als Familienunternehmen stehen wir für dieses langfristige Engagement. Entscheidend ist, dass Politik Technologieoffenheit ermöglicht und Unternehmen den nötigen Raum für Innovationen gibt.“

Kerstin Jorna führte aus: „Der Besuch bei STIHL zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag innovative Industrieunternehmen zur technologischen und nachhaltigen Transformation Europas leisten. Besonders bemerkenswert ist der technologieoffene Ansatz, mit dem STIHL unterschiedliche Lösungen für die vielfältigen Anforderungen seiner Kunden entwickelt. Solche Innovationskraft ist ein wichtiger Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Europa.“

Technologieoffenheit in der Praxis: Akku, Verbrenner und alternative Kraftstoffe

Was Innovation und Technologieoffenheit bei STIHL bedeuten, demonstrierte Entwicklungsvorstand Dr. Holger Lochmann bei einem Rundgang durch das Entwicklungszentrum. In Westeuropa ist inzwischen jedes zweite verkaufte STIHL Produkt akkubetrieben. Zugleich entwickelt das Unternehmen moderne Verbrennungstechnologien und Lösungen rund um alternative Kraftstoffe konsequent weiter. Lochmann erläuterte dazu: „Unsere Kunden arbeiten weltweit unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Entscheidend ist deshalb, für jede Anwendung die passende Lösung aus Leistung, Nachhaltigkeit und Praxistauglichkeit anzubieten. Regulierung soll diesen Wettbewerb der besten Lösungen ermöglichen, und nicht einengen.“

Der Rundgang machte deutlich, wie anspruchsvoll technologieoffene Transformation in der Praxis ist: Im Entwicklungszentrum zeigte STIHL, nach welchen strengen Qualitätsmaßstäben Produkte entwickelt und getestet werden, unabhängig von der Antriebsart. Sicherheit, Ergonomie, Emissionen und Praxistauglichkeit werden dabei ebenso intensiv betrachtet wie Leistung und Langlebigkeit. 

Faire Wettbewerbsbedingungen als Voraussetzung für Innovation

Neben der Transformation der Antriebstechnologien stand auch die Frage im Mittelpunkt, wie europäische Industrieunternehmen im internationalen Wettbewerb gestärkt werden können. Gesellschafter Dr. Rüdiger Stihl setzte dabei einen Schwerpunkt auf eine effektive Marktaufsicht: „Ein starker europäischer Binnenmarkt braucht faire Wettbewerbsbedingungen für alle und eine wirksame Marktüberwachung. Für Unternehmen wie STIHL ist entscheidend, dass geltende Regeln konsequent durchgesetzt werden und Handelshemmnisse abgebaut statt neuer Hürden aufgebaut werden. Nur so können Innovationen, Investitionen und industrielle Wertschöpfung in Europa dauerhaft erfolgreich sein.“

Besonders im Onlinehandel zeigt sich, wie wichtig wirksame Marktüberwachung für faire Wettbewerbsbedingungen ist: Gelangen Produkte aus Drittstaaten ohne verlässliche Prüfung in den EU-Binnenmarkt, entstehen Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher und Nachteile für Unternehmen, die europäische Sicherheits- und Konformitätsanforderungen konsequent erfüllen. STIHL fordert daher, Daten besser zu verknüpfen, damit risikobasierte Kontrollen möglich sind. Zudem braucht es klare Verantwortlichkeiten durch einen rechtlich und finanziell haftbaren Wirtschaftsakteur in der EU sowie konsequente und wirksame Sanktionen bei wiederholten Verstößen.

Beim abschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie europäische Gesetzgebung Innovation, Forschung und nachhaltiges Wachstum verlässlich unterstützen kann.  Um Deutschland und Europa produktiver und wettbewerbsfähiger zu machen, muss industrielle Wertschöpfung in Europa Vorfahrt haben, der europäische Binnenmarkt vollendet und damit mehr Freiheiten für das Unternehmertum geschaffen werden.

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