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Getreu diesem Motto wurde das Anwendungsreview für Motorsägen in der Funktionsentwicklung angepasst, um beiden Antriebstechnologien gerecht zu werden.

Was historisch vor langer Zeit mit Benzin-Sägen begann, nämlich das Testen unter realen Bedingungen im Wald mit der Mannschaft aus der Entwicklung, wurde die letzten Jahre auf Akku-Sägen übertragen.

Die Akku-Sägen werden durch das Anwendungsreview einer kritischen Überprüfung unterzogen.

EIN KRITISCHER BLICK
Was versteht man unter einem „Anwendungsreview“? Hier werden STIHL Produkte, in diesem Fall Sägen, unter definierten Bedingungen einen halben Tag durch Personen, die das aktuelle Projekt entwickeln, federführend durch die Funktionsentwicklung vollumfänglich überprüft. Alles wird einer kritischen Überprüfung unterzogen, was nachher für Kundinnen und Kunden relevant ist, wenn sie STIHL Produkte das erste Mal spüren und erleben dürfen.

AUF HERZ UND NIEREN GEPRÜFT
Die Beurteilung der Verbrenner-Geräte erfolgt in zwei Durchgängen mit zwei unterschiedlichen Kraftstoffen. Diese decken einen Großteil der weltweit angebotenen Treibstoffsorten ab, denn die Eigenschaften des Kraftstoffes haben signifikanten Einfluss auf die Qualität des Leerlaufs, das Beschleunigungs- und Maximaldrehzahlverhalten sowie beim Arbeiten in unterschiedlichen Lagen. Im Fokus steht zudem das Startverhalten der Maschine: Wie ist das Kaltstartverhalten? Wie zuverlässig ist das Starten in heißem Zustand nach dem Betanken? „Gerade diese Kombination aus heißer Maschine und frischem, kalten Kraftstoff stellt die höchsten Ansprüche an Maschine und Entwicklung, da das Ausgasen des Kraftstoffes im Kraftstoffsystem zu Dampfblasenbildung führen kann. Die Kundschaft erwartet auch unter diesen herausfordernden Randbedingungen stets ein funktionstüchtiges Werkzeug, das sich zuverlässig und gut starten lässt“, erklärt Claus Kübler(D2/CUT-kc), der die Anwenderreviews mit organisiert.

AKKU UNTER DER LUPE
Das Projektteam prüft auch bei Akku-Sägen eine ähnliche Bandbreite an Randbedingungen und Anforderungen ab. So stehen hier verschiedene Akku-Packs anstelle unterschiedlicher Kraftstoffsorten als Energieträger bereit. Ein souveränes und STIHL typisches Sägeerlebnis muss sowohl für den empfohlenen Akku-Pack als auch für den kleinsten zulässigen Akku sichergestellt sein.

Während beim Verbrenner der hohe thermische Energieeintrag dem Motor und dem Kraftstoff zusetzen, so ist es bei den Akku-Motorsägen der Akku selbst, der bei hoher Abgabeleistung und damit hohem Entladestrom an seine Belastungsgrenze kommt. Wie ändert sich das Verhalten der Akku-Säge bei Kälte, Hitze oder gar überhitztem Akku? Beschleunigt die Maschine in allen Situationen gut, wo liegt die maximale Drehzahl, wie lange hält ein Akku unter extremer Belastung? Auch die bordeigene Elektronik wird durch Temperatur, zunehmende Verschmutzung über die Lebensdauer und andere Umgebungsbedingungen beeinflusst.

Anwendungsreview
Die Akku-Sägen werden durch das Anwendungsreview einer kritischen Überprüfung unterzogen und auf alle Aspekte getestet, die für zukünftige Kundinnen und Kunden von Bedeutung sind.

UNTERSCHIEDLICHE PRÜFUNG
„Natürlich wollen die Kunden und Kundinnen mit beiden Varianten, der Verbrenner- und der Akku-Säge professionell auf höchstem Niveau arbeiten. Damit dies gelingt, müssen die Anwendungsprüfungen entsprechend angepasst sein. Schließlich liegt der Unterschied im Detail. So hat eine Akku-Säge keinen Vergaser, Kraftstofftank, Zylinder oder Kolben, die zusammen optimal in Symbiose arbeiten sollen. Dafür müssen andere Themen wie zum Beispiel eine hochkomplexe Elektronik, verschiedene Akkus, umfangreiche Software und elektrische Komponenten wie Schalter und HMI aus Perspektive der Kundschaft geprüft werden“, weiß Michael Dietenberger (2/CUT), der im Bereich Funktionsentwicklung Forst & Bau Gruppenleiter ist.

Hierzu begibt sich das Team, in der Regel bestehend aus den Abteilungsleitungen Funktion, Tommy Roitsch (2/CEU)) bzw. Isgard Sabelberg (2/CEY), der jeweiligen Gruppenleitung, Michael Dietenberger (2/CUT), den Fachleuten aus Erprobung, Konstruktion, der Systementwicklungskoordination und Claus Kübler (2/CUT-kc), dem verantwortlichen Organisator und Veranstalter sämtlicher Anwendungsreviews der Funktionsentwicklung, gemeinsam für einen halben Tag in den Wald und fassen am Ende des Tages einen definierten Fragebogen aus, der zusammen mit den live dokumentierten Ergebnissen aller Maschinen aus jeder Anwendung zu einem ausführlichen Feedback führt.

Werkzeugtest

PRODUKTE IN ACTION ERLEBEN
In einer Nachbesprechung werden die visualisierten Ergebnisse diskutiert und die daraus resultierenden Arbeitspakete der folgenden Wochen festgelegt und priorisiert. Damit verhilft das Review den Projekten zu einer größeren Effektivität und liefert gleichzeitig einen hohen Grad an Transparenz in und für das Projekt. „Ein weiterer positiver Effekt ist neben der Teamfindung auch das Erleben des Produktes live und in Anwendung – oft beschäftigt man sich nämlich größtenteils mit Einzelkomponenten der Maschine“, so Claus Kübler(D2/CUT-kc).

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