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Artenschutz neu gedacht

Es ist ein sonniger Vormittag, als Christoph Hiller von Gaertringen (2/CIW) und Klaus Kaupp (2/CPV) eine Reihe neuer Geräte auf den Testflächen im Werk 2 auspacken. Mit dabei sind Vertreter des Bauhofs sowie der Abteilung „Grünflächen und Friedhöfe“ der Stadt Waiblingen. Interessiert verfolgen die Gäste die Demonstration der STIHL Geräte und deren Funktionen und dürfen anschließend auch selbst Hand anlegen. Die Frage, die dabei alle umtreibt: Wie können Grünflächen so gepflegt und bewirtschaftet werden, dass es einerseits effizient ist, aber andererseits Tiere und Pflanzen dabei möglichst wenig beeinträchtig werden?

Christoph Hiller von Gaetringen (rechts) und Klaus Kaupp (mitte) stellen die Ergebnisse aus zwei Jahren Projektarbeit vor.
Christoph Hiller von Gaetringen (rechts) und Klaus Kaupp (mitte) stellen die Ergebnisse aus zwei Jahren Projektarbeit vor.

Die biologische Vielfalt in den Ökosystemen der Welt nimmt seit Jahren mit besorgniserregendem Tempo ab. Die Europäische Union hat sich daher im Rahmen des „grünen Wandels“ (European Green Deal) die Wiederherstellung der Biodiversität zum Ziel gesetzt. Das soll mit einer Biodiversitätsstrategie bis 2030 gelingen; bei STIHL ist man mit dem Trendradar frühzeitig darauf aufmerksam geworden. Die Produktzulassung bei STIHL (2/CZ2) verfolgt kontinuierlich neue Gesetze und Entwicklungen in den Märkten, um Chancen und Risiken für STIHL rechtzeitig zu entdecken. Schnell war klar, dass die Maßnahmen, die den Verlust an biologischer Vielfalt stoppen sollen, eine hohe Relevanz insbesondere für Kommunen haben – eine wichtige Zielgruppe von STIHL. Doch was bedeutet das für STIHL Geräte und ihre Anwendung?

Um dieser Frage nachzugehen, wurde 2021 ein interdisziplinäres Projektteam zusammengestellt: Die Mitglieder kommen aus der Werkstofftechnik, der Vorentwicklung, dem Marketing, dem Vertrieb und der Unternehmenskommunikation. Das Projektteam hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Trier und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement, kurz IfaS, untersucht, wie kommunale Flächen möglichst biodiversitätsfreundlich gepflegt und bewirtschaftet werden können. Um sicherzustellen, dass dieses komplexe Thema auch aus wissenschaftlicher Sicht fundiert bearbeitet wird, fließen regelmäßig die Meinungen unabhängiger Expertinnen und Experten ein. Projektleiter Hiller von Gaertringen erklärt: „Kommunen verfügen über großes Potenzial, ihre Flächen – zum Beispiel Park- oder Grünanlagen, Sportplätze oder Friedhofsflächen – biodiverser zu gestalten. Durch unser Projekt konnten wir wertvolle Einsichten gewinnen, wie dieses Potenzial durch neue und modifizierte Produkte, neue Anwendungen oder Services noch besser genutzt werden kann.“

Klaus Kaupp führt die neuen Geräteideen vor.

Neben Waiblingen waren Pirmasens in Rheinland- Pfalz und Losheim am See im Saarland als Praxispartner in dieses STIHL Projekt eingebunden – drei Gemeinden, die sich hinsichtlich Lage, Größe und Finanzstärke unterscheiden, aber vor den gleichen Herausforderungen stehen. In den Kommunen wurde zum Beispiel auf ausgewählten Versuchsflächen mit Unterstützung durch die Goethe-Universität Frankfurt am Main konkret gemessen, wie es um die Artenvielfalt steht. Dabei wurde auch untersucht, ob und wie die bisher manuelle Erfassung der Artenvielfalt vereinfacht und automatisiert werden kann.

NEUE PRODUKTIDEEN ZUM SCHUTZ DER ARTENVIELFALT
Eine wichtige Erkenntnis aus dem Projekt: Um die Tier- und Pflanzenvielfalt in Kulturlandschaften zu steigern, ist ein Kultivieren erforderlich, es bedarf also menschlicher Pflege. Dabei wird man jedoch weniger auf Großmaschinen und Pflanzenschutzmittel setzen dürfen. Eher werden neue Ernte- und Bewirtschaftungstechniken notwendig, für die teils bestehende STIHL Produkte eingesetzt werden können, es aber auch neue oder modifizierte Geräte braucht. Aus dem Projekt sind zahlreiche Ideen für neue und modifizierte Produkte entstanden. Die Profis vom städtischen Bauhof sind von der Produktvorführung überzeugt. Nun gilt es, das Marktpotenzial dieser Entwicklungen in Entwicklungsprojekte zu überführen. Eine Win-win-Situation für STIHL, zahlreiche Kommunen in Deutschland und Europa – und die Artenvielfalt.

Biodiversität bei STIHL

Die nachhaltige Pflege von Ökosystemen ist ein Grundstein für den langfristigen Erfolg von STIHL: Wir fertigen Produkte für die Arbeit in und mit der Natur. Produkte, mit denen wir Biodiversität erhalten und fördern können. Deshalb ist Artenvielfalt ein zentrales Anliegen unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

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